Bremsenreiniger zum Reinigen der Motorradkette? Hören Sie damit auf!

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Verwenden Sie niemals Bremsscheibenreiniger, um Ihre Motorradkette zu besprühen! Dieses Mittel sieht zwar aus wie ein “universelles Reinigungsmittel”, ist aber in Wirklichkeit ein unsichtbarer Killer für Kettendichtungen. Die hohe Konzentration an Aceton, Heptan und Chlorid dringt schnell ein und löst den Nitrilkautschukkern (NBR) in der Öldichtung der Kette auf (egal, ob es sich um einen O-Ring oder einen X-Ring handelt). Sobald der Gummiring zerstört ist, läuft das verschleißfeste Schmierfett im Inneren aus. Die Folge: Nach nur wenigen hundert Kilometern Fahrt fällt Ihre Kette von innen heraus komplett auseinander.

Bremsenreiniger beschädigt eine Gummidichtung der Motorradkette.

Was hat der Bremsenreiniger bewirkt?

Wissen Sie, Bremsenreiniger wurde ausschließlich entwickelt, um Ablagerungen aus gesintertem Kohlenstoff und Hydrauliköl auf der harten Stahlbremsscheibe zu entfernen. Er hätte niemals in die Nähe der empfindlichen Gummiteile des Getriebes gelangen dürfen.

15-minütiger O-Ring-Dehnungstest

Der Bremsenreiniger lässt den Gummidichtring sofort “aufquellen”. Wir haben einen speziellen Test durchgeführt: Wir haben einen handelsüblichen X-Ring der Spezifikation 520 aus einer gebrauchten Kette entfernt und ihn in einen mit chlorfreiem Bremsenreiniger gefüllten Flaschenverschluss geworfen. Nach nur 15 Minuten war der Durchmesser dieses Rings um 34% angestiegen. Er hatte seine Zugfestigkeit vollständig verloren. Wir haben ihn mit einer Kraft von weniger als 2 Pfund gezogen, und schon ist er gerissen. Stellen Sie sich vor, dies würde in Ihrem Auto passieren und die Dichtung würde so aufquellen: Sobald Sie einmal am Gashebel drehen, zermalmt die Reibung der metallenen Seitenplatten den Gummi augenblicklich zu Krümeln.

Vorher-Nachher-Vergleich eines durch Bremsenreiniger aufgequollenen und rissigen O-Rings.

Durch Kapillarphänomene entstandene Fallen

Viele Kfz-Mechaniker rechtfertigen die Verwendung von Bremsenreiniger gerne mit der Aussage: “Das Zeug verflüchtigt sich schnell und kann der Kette nichts anhaben.” Ein großer Irrtum – schon nach wenigen Minuten widerlegt das Kapillarphänomen diese Behauptung. Der winzige Spalt zwischen der Kettenlasche und dem Gummiring wirkt wie ein Staubsauger. Wenn man die Sprühdose auf die Kette richtet, wird das flüssige Lösungsmittel entlang der Dichtlippe angesaugt, noch bevor es verdunsten kann. Das darin enthaltene Lösungsmittel löst direkt jene Schicht aus internem Bolzenfett auf, die eigentlich ein Leben lang im Rohr verbleiben sollte. Nach der Reinigung sieht Ihre Kette oberflächlich betrachtet glänzend aus, doch im Inneren ist sie längst zu einem Schmelzofen für Metall geworden.

Die “3-S”-Regel für die Kettenwartung

Hören Sie auf, zu raten, welche Chemikalien sicher sind. Wenden Sie direkt die von uns zusammengefasste “3-S”-Regel an, um die Sicherheit jeder Öldichtungskette zu gewährleisten.

Lösungsmittel (Verträglichkeit mit chemischen Stoffen): Bewährte und praktische Fettkohlenwasserstoffe. Sie entfernen mühelos Ölflecken und greifen das Gummipolymer dabei nicht an. Kerosin gilt weltweit als Maßstab. Ketone (wie beispielsweise Aceton in Bremsenreinigern) hingegen müssen unbedingt auf die Verbotsliste gesetzt werden.

Dichtungsring (physikalische Reibung): Die Reinigung erfolgt durch mechanisches Bürsten – man sollte nicht immer gleich an chemische Auflösung denken. Für ein paar Dutzend Dollar kann man eine Kettenbürste kaufen, mit der sich Schlamm und Sand leicht abbürsten lassen, und man muss sich keine Sorgen machen, dass korrosive Flüssigkeit in den Gummidichtungsring eindringt.

Schutz (Schutz vor Wasser und Schmierung): Denken Sie daran, dass frisch gewaschene Ketten am anfälligsten für Rost sind. Nach dem Waschen muss sofort eine spezielle Schicht Kettenwachs oder Getriebeöl aufgetragen werden, um Blitzrost an den blanken Metallrollen zu verhindern.

Drei günstige und sichere Alternativen

Es ist wirklich nicht nötig, Dutzende Dollar auszugeben, um diese kleine 1-Dose “motorradspezifischen” Kettenreiniger zu kaufen. Suchen Sie sich einfach einen Baumarkt oder eine Tankstelle und kaufen Sie die folgenden Produkte, die nicht nur günstig, sondern auch für Diebe unbedenklich sind.

1. Kerosin (Kerosin)

In der Welt der Motorradkettenreinigung gilt Kerosin als der unangefochtene König. Ob DID oder RK – alle großen Mainstream-Kettenhersteller erwähnen und empfehlen es in ihren Wartungshandbüchern. Es löst selbst hartnäckige Ölflecken sehr schnell auf und hinterlässt nach dem Waschen eine dünne Rostschutzschicht. Zudem kostet ein großes Fass (1 Gallone) nur wenige Dutzend Dollar und bietet somit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

2. WD-40

Für O-Ringe ist WD-40 sehr unbedenklich. Sein Hauptbestandteil ist zudem ein unbedenklicher aliphatischer Kohlenwasserstoff, der als mildes Entfettungsmittel wirkt. Auch wenn es eine Katastrophe ist, es als Kettenöl zu verwenden (es geht blitzschnell auf und verflüchtigt sich sofort), ist es definitiv eine große Hilfe, wenn es nur dazu dient, altes Kettenwachs und Schmutz zu lösen.

3. Diesel

Die chemischen Eigenschaften von Diesel und Kerosin sind ähnlich. Das Mittel ist selbst leicht ölig, verfügt über eine sehr starke Reinigungswirkung und ist für Dichtungsringe aus Nitrilkautschuk (Typ 100%) unbedenklich. Nehmen Sie eine kleine Schale und gießen Sie etwas davon hinein. Tauchen Sie einfach einen speziellen Pinsel hinein. Gießen Sie eine kleine Menge in einen Plastikbehälter und tragen Sie das Mittel mit einem speziellen Pinsel auf die Kette auf.

ChemieUnbedenklich für O-Ringe?Kosten pro UnzeEntfettungskraft
BremsenreinigerNein$0.50Extrem
KerosinJa$0.08Hoch
WD-40Ja$0.40Mittel
Spezieller KettenreinigerJa$1.20Hoch

Anleitung zur 3-minütigen, schonenden Reinigung

Entsorgen Sie all diese ätzenden Sprühdosen. Gehen Sie diesen Weg – schnell und sicher.

„Hot Chain“: Fahren Sie fünf Minuten lang um den Block. Der heiße Schlamm zersetzt sich mehr als doppelt so schnell wie im kalten Zustand.

Kerosin auftragen: Stützen Sie den Fahrzeugrahmen ab. Sprühen oder streichen Sie Kerosin auf die untere Hälfte der Kette, während Sie das Hinterrad von Hand drehen. (Denken Sie daran: Starten Sie das Auto zum Reinigen nicht in einem Gang. Tun Sie das nicht, wenn Sie Ihre Finger behalten wollen!)

Entfernen Sie die Ablagerungen: Nehmen Sie eine dreiseitige Kettenbürste und reiben Sie damit den Schmutz von den Rollen und Seitenwänden ab. Überlassen Sie die schmutzige Arbeit einfach den Borsten.

Trocknen: Nehmen Sie ein sauberes Mikrofasertuch oder ein dickes Industrie-Papierhandtuch. Halten Sie die Kette fest und drehen Sie das Rad, um das gesamte verschmutzte Lösungsmittel abzuwischen.

Sofort ölen: Solange das Metall noch warm ist, tragen Sie das Kettenöl, das Sie normalerweise verwenden, auf die Innenseite der Kette auf.

FAQs

Keine O-Ring-Kette – kann man Bremsenreiniger verwenden?

Es funktioniert zwar, aber ich rate Ihnen dringend davon ab, es zu verwenden. Zwar hat die Kette ohne Öldichtung (wie sie beispielsweise bei Oldtimern oder Geländewagen zu finden ist) keinen Gummiring, der beschädigt werden könnte, doch der Bremsenreiniger entfernt das Fett von der Metalloberfläche. Wenn Sie die Kette nicht sofort gründlich einölen, bildet sich innerhalb weniger Stunden eine Rostschicht.

Was ist das günstigste und sicherste Reinigungsmittel für die Wohnungsreinigung?

Auf jeden Fall Kerosin. Eine Gallone Kerosin zu kaufen, kostet in der Regel nicht viel Geld und reicht normalerweise aus, um die Kette drei Jahre lang zu pflegen – kostengünstiger geht es nicht.

Zerstört WD-40 meine Kette?

Nein, das wird es nicht. Umfangreiche Langzeittests haben längst gezeigt, dass WD-40 weder in O-Ringe eindringt noch diese aufquillt. Es lässt sich sehr zuverlässig als Reinigungsmittel verwenden. Nach dem Waschen müssen Sie jedoch hochwertiges Kettenöl aufsprühen. Da sich WD-40 verflüchtigt, kann es bei hohen Fahrgeschwindigkeiten keine schmierende Wirkung entfalten.

Kann die Kette noch gerettet werden, wenn man versehentlich Bremsenreiniger verwendet hat?

Es ist hoffnungslos. Sobald der O-Ring chemische Schäden wie beispielsweise eine Ausdehnung des Gummis, Risse oder Verkrustungen aufweist, müssen Sie ihn zusammen mit den vorderen und hinteren Scheiben sowie den Ketten austauschen. Scheuen Sie sich nicht, diese Kosten auf sich zu nehmen, sonst reißt die Kette bei hoher Geschwindigkeit.

Ist das Vergaser-Reinigungsmittel „Wash Chain“ unbedenklich?

Denk nicht einmal daran, auf keinen Fall! Vergaserreiniger enthalten Lösungsmittel (wie Methylethylketon oder Toluol), die denen von Bremsenreinigern ähneln oder sogar noch aggressiver sind. Sie können die Dichtung bei der geringsten Berührung auflösen und ein Stück Lack von deinem hinteren Kipphebel abtragen.

Schadet dieses “chlorfreie” Bremsenreinigungsmittel dem Gummiring nicht?

Dem nach ist die Behauptung nicht falsch. Bei chlorfreien Bremsenreinigern werden chlorierte Lösungsmittel lediglich durch ebenso aggressive Chemikalien wie Aceton und Heptan ersetzt. Für den im Getriebe von Motorrädern verwendeten Nitrilkautschuk (NBR) ist die zerstörerische Wirkung dieselbe wie bei chlorierten Lösungsmitteln.

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