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Wann sollten Sie die Motorradkette ersetzen?

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Wenn Sie feststellen, dass die Kette ungleichmäßig gespannt oder stark verrostet ist oder Sie sie nicht so einstellen können, dass die Spannung innerhalb des werkseitig vorgeschriebenen Bereichs bleibt, sollten Sie sie sofort austauschen, ohne zu zögern. Genauer gesagt, wenn Sie die Kette hinter dem hinteren Ritzel abziehen und die Hälfte der Zinken freilegen können oder feststellen, dass die Zinken so scharf und krumm wie “Haifischflossen” geschliffen sind, dann ist der Antriebsstrang unbrauchbar. Obwohl eine gut gewartete O- oder X-gesiegelte Kette normalerweise 15.000 bis 30.000 Meilen laufen kann, wussten die Auszubildenden, die ich mitbrachte, dass die Sicherheit von den tatsächlichen Verlusten abhängt, nicht von den Zahlen auf dem Kilometerzähler. Wenn Sie während der Fahrt bei niedriger Geschwindigkeit ein “Klicken” oder ein regelmäßiges Vibrieren der Pedale hören, handelt es sich im Grunde um einen “toten Punkt” oder einen toten Knoten in der Kette - dies ist ein Signal, dass die Kette ihr Ende erreicht hat, und wenn Sie sie wieder herunterziehen, wird sie reißen und das Hinterrad blockieren oder direkt das Motorgehäuse zerschlagen.

Körperliche Untersuchung

Motorrad-Kette

Um genau zu erkennen, ob der Antriebsstrang wirklich kaputt ist, muss man über den oberflächlichen Schmutz hinausschauen. Die zuverlässigste visuelle Prüfung ist, zu sehen, wie die Kette und das hintere Ritzel “zusammenpassen”.

Zugversuch: Klemmen Sie ein Kettenglied auf 3 Uhr am hinteren Ritzel ein und ziehen Sie es nach außen. Bei einem normalen System sollte die Kette fest am Ritzel anliegen. Wenn sich die Kette aus dem Zwischenraum herausziehen lässt und die Hälfte der Zahnspitze freilegt, bedeutet dies, dass die Stifte und Buchsen im Inneren der Kette verschlissen sind und sich gedehnt haben, wodurch es gefährlich wird, wieder zu fahren.

Ritzelprofil: Schauen Sie sich die Zähne Ihres Ritzels an. Wenn die Kette stark abgenutzt ist, schleift sie die Zähne des Ritzels in eine Hakenform, die wir oft als “Haifischflosse” bezeichnen. Sobald die Zähne scharf und asymmetrisch werden, wird der Biss der Kette ungünstig, und der nächste Schritt ist entweder Schlupf oder ein verheerender Ausfall.

Unterscheidung zwischen ungleichmäßiger Dehnung und “toten Winkeln”

Ich habe bereits erwähnt, dass der Verschleiß der Kette nie gleichmäßig ist. Manchmal ist die Kette straff, wenn Sie das Rad drehen, und wieder locker, wenn Sie es erneut drehen. Das ist eine ungleichmäßige Dehnung.

Tote Äste und steife Glieder: Dies liegt in der Regel daran, dass das werksseitige Fett in der Dichtung eingetrocknet oder schmutzig geworden ist. Diese “toten Punkte” drehen sich nicht, wenn sie über das Ritzel laufen, sondern behalten immer eine gekrümmte Haltung bei.

Vibrationen und ungewöhnliche Geräusche: Wenn Sie bei niedriger Geschwindigkeit Vibrationen unter den Füßen spüren oder ein regelmäßiges “Klirren, Klirren” hören, ist die Kette beim Durchlaufen des vorderen kleinen Schlitzes stecken geblieben. Diese toten Knoten können eine enorme Stoßbelastung auf Ihr Getriebe und die Abtriebswelle ausüben.

Messung der Kettenspannung und Einstellgrenzen

Bei den meisten Motorrädern ist ein Kettendurchhang von etwa 20-30 mm erforderlich.

Anpassungsgrenzwerte: Wenn Sie die Kette alle paar hundert Kilometer nachstellen müssen, stimmt definitiv etwas mit ihrer strukturellen Festigkeit nicht. Wenn die Hinterachsposition ganz ans Ende der Kipphebelverstellskala verschoben wurde, bedeutet dies, dass die Kette ihr Ende ganz “lang” erreicht hat.

Über Rost: Der Rost auf der Oberfläche kann abgewaschen werden, aber wenn der Rost eingefressen ist oder die Kettenglieder unbeweglich gemacht hat, gibt es keine Möglichkeit mehr, sie zu retten. Der Rost zerstört die Festigkeit des Metalls und bringt den O-förmigen Dichtungsring durcheinander, was zu einem schnellen inneren Verschleiß führt.

Kilometerstand im Vergleich. Aktueller Status

Gebrochene Kette

In der Tat gibt es in der Branche einen Standard, der besagt, dass hochwertige versiegelte Ketten 15.000 bis 30.000 Meilen laufen können.

Ihre Fahrgewohnheiten, wie viel Wind und Sonne Sie abbekommen, und wie oft Sie Öl auftragen - all das wird dieses Zeitfenster direkt beeinflussen. Wenn Sie die Wartung nicht mögen, kann es sein, dass Sie 5.000 Meilen fahren und es dann tot ist. Es ist normal, 30.000 Meilen sorgfältig zu fahren. Tatsächliche Symptome sind immer wichtiger als der Kilometerstand. Solange diese visuellen und taktilen Probleme auftreten, egal wie viele Kilometer Sie gelaufen sind, ist ein Austausch nicht verhandelbar.

Schwerwiegende Folgen einer Verzögerung der Ersetzung

Hinterradsperre: Wenn die Kette reißt, kann sie sehr leicht in das hintere Ritzel rollen, und das Rad bleibt im Nu stecken, was zu einem “High-Side”-Crash führt.

Schäden am Motorgehäuse: Oder die Kette wird nach vorne gezogen und zerquetscht direkt das Motorgehäuse oder die Kupplungsverteilerpumpe. Dabei geht es nicht nur um ein kleines Ölleck, sondern in der Regel muss man den Motor komplett zerlegen oder auch nur den Wagen austauschen.

Autor: Mike Miller

Ich habe schon alles erlebt, von einfachen Einstellungen bis hin zu katastrophalen Kettenschäden. Ich habe meine Karriere in der Werkstatt verbracht und dafür gesorgt, dass Tausende von Motorrädern für die Straße tauglich sind. Der Zweck dieses Artikels ist es, mechanisches Fachwissen aus der Praxis weiterzugeben, damit Fahrer Probleme frühzeitig erkennen, sicher bleiben und genau wissen, wann es an der Zeit ist, mit dem Einstellen aufzuhören und mit dem Ersetzen zu beginnen.

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